Über mich

Ich bin immer auf der Suche nach Literatur, die jungen Menschen Lust auf's Lesen macht!
Posts mit dem Label Selke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Selke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 19. Mai 2014

Was kam denn heute mit der Post?

Ich freu' mich ja immer über Post. Also, nicht über JEDE Post! Das "Flugblatt" der österreichischen Post finde ich zum Beispiel wirklich, wirklich, WIRKLICH lästig.

AAAber: Ich freue mich waaaaahnsinnig über Bücher-Post. Mein Postbote kann die Bücher meistens nicht durch den Briefschlitz quetschen und darum stellt er mir die Buchpakete immer auf den Postkasten oben drauf, sodass ich sie sofort sehen kann. Besonders happy bin ich heute, weil ich noch nie so viel Verlagspost auf einmal bekommen habe. Eine richtige "Paket-Parade" war das!





Samstag, 3. Mai 2014

Stefan Selke: Lifelogging. Wie die digitale Selbstvermessung unsere Gesellschaft verändert

Quelle: www.ullsteinbuchverlage.de



Leseprobe vorabgelesen!





Zur Covergestaltung:
Ein Menschliches Gesicht, geformt von Einsen und Nullen - einem Binärcode also. Die Idee ist passend, allerdings nicht allzu einfallsreich. Dass man für den Titel die Schriftfarbe Rosa ausgewählt hat, irritiert mich etwas. Eigentlich stehen wir ja heutzutage da drüber, aber etwas Weibliches schwingt doch irgendwie mit ...












Titel und Untertitel ließen mich sofort an Facebook, Twitter, Google+ (und wie sie alle heißen) denken. In Wirklichkeit geht es um viel mehr, um "das nächste Level" der Selbstdarstellung, wenn man so will: Wie und warum zeichnen Menschen sämtliche Daten ihres Körpers auf? Welche Motivation steckt dahinter, wenn Personen jeden Tag ihres Lebens mitfilmen? Und wie will man uns einreden, dass wir das auch tun sollen?

Stefan Selke beschreibt und erklärt einfach und verständlich. Man muss kein Technologie-Experte sein, um dem Inhalt folgen zu können. Man fühlt sich aber auch nicht auf Grund permanenter Belehrung, wie das in populärwissenschaftlichen Publikationen oft der Fall ist, wie ein unwissender Wurm.
Beim Lesen beginnt man schnell zu hinterfragen, wie man selbst mit unterschiedlichen Angeboten umgeht bzw. umgehen würde. Der Autor berichtet von seinen eigenen Experimenten mit unterschiedlichen Techniken und man vergleicht seine Erfahrungen mit den eigenen. So bringt das Buch einen Selbstreflexionsprozess in Gang ohne eine bestimmte Meinung zu diktieren.

Den Innovationsgrad schätze ich sehr hoch ein. Ich würde mich nicht als übermäßig technikaffin bezeichnen, kenne mich aber mit Facebook und Twitter gut aus, weiß, was man mit Instagram macht, was Hashtags sind, usw. Trotzdem war mir das Ausmaß der Möglichkeiten zur Selbstüberwachung und -dokumentation bis jetzt nicht bewusst. Das Spannende an diesem Sachbuch ist, dass es für den gemeinen Leser eine Vorausschau ist und nicht zum x-ten Mal Risiken und Chancen von sozialen Netzwerken durchkaut, sondern in die Zukunft weist - zumindest jetzt noch.

ISBN: 9783430201674
368 Seiten
19,99 Euro (in Deutschland)

ERSCHEINT AM: 09.05.2014